Warum das Ding auf deinem Server stehen sollte
Der übliche Weg mit KI sieht so aus: Man legt ein Abo an, tippt Firmeninterna in ein Eingabefeld und hofft, dass es schon passt. Für Alltagskram funktioniert das. Sobald Kundendaten, Verträge oder Kalkulationen ins Spiel kommen, wird es unangenehm.
Die Alternative ist ein Sprachmodell, das auf deiner eigenen Hardware läuft. Kein Abo, kein Token-Zähler, keine Frage danach, wo die Daten landen. Aufgesetzt mit Ollama, bedient über eine Oberfläche, die aussieht wie das, was du kennst.
Drei Ausbaustufen
Stufe 1: Eigener Assistent
Ollama plus OpenWebUI auf einem Server im Haus oder im Rechenzentrum. Deine Mitarbeiter bekommen eine vertraute Chat-Oberfläche mit eigenen Zugängen. Alles bleibt intern. Das ist an einem Tag aufgebaut und der beste Einstieg, um ein Gefühl dafür zu bekommen.
Stufe 2: Wissen aus eigenen Unterlagen
Handbücher, Preislisten, Verträge, Protokolle werden durchsuchbar abgelegt. Danach kannst du fragen: Was steht im Wartungsvertrag mit Firma Müller zur Reaktionszeit? Und bekommst die Antwort samt Fundstelle. Das ist der Punkt, an dem KI im Betrieb tatsächlich Zeit spart.
Stufe 3: KI im Ablauf statt im Chatfenster
Jetzt wird es interessant. Das Modell sitzt nicht mehr in einem Fenster, auf das jemand klicken muss, sondern mitten in einem Ablauf. Es liest eingehende E-Mails und sortiert sie vor, zieht Daten aus Dokumenten, entwirft Antworten. Wie das zusammenspielt, steht auf der Seite zur Prozessautomatisierung.
Wann externe Modelle sinnvoll bleiben
Ich verkaufe dir keine Ideologie. Es gibt Aufgaben, bei denen ein großes kommerzielles Modell wie Claude schlicht besser ist, und dann sollte man es auch nehmen.
| Aufgabe | Empfehlung |
|---|---|
| Vertrauliche Daten, hohe Menge | eigenes Modell, selbst gehostet |
| Klassifizieren, Zusammenfassen, Umformulieren | eigenes Modell reicht |
| Auskunft aus eigenen Dokumenten | eigenes Modell mit RAG |
| Komplexes Denken, Code, lange Zusammenhänge | externes Modell |
| Kreative Texte in hoher Qualität | externes Modell |
Die meisten Betriebe fahren am Ende zweigleisig. Das Alltagsgeschäft läuft intern, die anspruchsvollen Fälle gehen nach außen, und was dorthin geht, ist vorher besprochen.
Was ich nicht mache
Ich verkaufe dir keine KI-Strategie in Form einer Präsentation. Und ich baue nichts, nur weil es gerade KI heißt. Wenn eine simple Regel dieselbe Aufgabe schneller, billiger und zuverlässiger löst, dann bauen wir die Regel. Das ist häufiger der Fall, als der aktuelle Marktlärm vermuten lässt.
KI-Beratung in der Bodenseeregion
Für Unternehmen in Friedrichshafen, Ravensburg, Überlingen, Markdorf, Tettnang und Konstanz bin ich für Termine vor Ort da. Gerade beim Thema KI ist das oft hilfreich, weil die erste Stunde meistens damit vergeht, Erwartungen geradezurücken. In beide Richtungen.